FOOD MÜNCHEN

FOODLOVE | IRRER IRE: KULINARISCHER WAHNSINN MADE BY SHANE

Mit 100 Mark und einem Koffer kam der gebürtige Ire Shane McMahon ursprünglich nach München. Und wollte für nur ein Jahr bleiben. Dieser Plan ging knapp daneben, aber wer kann es ihm auch verübeln? Der Gute hängt seit nun 25 Jahren auf deutschem Boden rum und wenn es nach mir ginge, dürfte er dieses Land nie wieder verlassen. Warum? Weil er mit seinem Restaurant  Shane’s Restaurant in München einen Ort geschaffen hat, der einen kulinarisch in selten gesehene Sphären entführt.

Der bodenständige Ire kann Chichi und Firlefanz nicht viel abgewinnen, dafür versteht er es aber umso mehr, den Geschmack des jeweiligen Produkts hervorzuheben. Es gibt immer einen Hauptakteur auf dem Teller, dessen Geschmack und Qualität von anderen Zutaten höchstens hervorgehoben, aber niemals erschlagen werden.

Die Sterneküche bekam Shane unter anderem im Königshof am Stachus unter der Leitung von Bobby Bräuer beigebracht, der später 2 Michelin Sterne mit dem Esszimmer in der BMW-Welt erkochen konnte. Fein schleifen durfte er seine Kochkünste dann noch im berühmt berüchtigten Tantris. Kein Wunder also, dass im Shane’s jeder Bissen mindestens eine Geschmacksexplosion bedeutet (ich schwöre, ich übertreibe nicht!).

Es gibt keine Karte. Shane entscheidet relativ spontan und in Abhängigkeit seines Warenkorbs, was auf den Tisch kommt. So kann er seine Kreativität maximal ausleben. Allergien, Unverträglichkeiten oder Überzeugungen werden natürlich vorher ermittelt. Unter 4 Gängen geht hier nichts, bei 8 ist Schluss. Wahlweise mit oder ohne Weinbegleitung. Wir hatten 6 traumhafte Gänge und bekamen folgendes kredenzt (Wiedergabe in meinen Worten und ganz grob):

Vorab: Aperitif. Hausgemachtes Kartoffelbrot mit Hummus. Couscous mit Moji Beeren und Eis.

Erster Gang: Pastete aus gegrillter Paprika. Burrata. Basilikumschaum.

Zweiter Gang: Fisch. Meerretichmousse. Radieschen.

Dritter Gang: Meeresfrüchte Süppchen aka der absolute Wahnsinn.

Vierter Gang: Ravioli mit Entenfüllung. Pastinakenpüree.

Fünfter Gang: Irisches Beef. Saisongemüse. Leckere Mousse aus Weißnichtmehrwas.

Sechster Gang: Champagnerparfait. Mietze Schindler Erdbeeren.

Natürlich muss man für so ein edles Menü auch ein bisschen in die Tasche greifen (Preise pro Menü), aber sowas gönnt man sich ja schließlich nicht jeden Tag und mittlerweile sollte rüber gekommen sein, dass jeder Bissen sein Geld Wert ist. Ich bin gespannt, welche Überraschungen der irre Ire uns das nächste Mal auf den Teller zaubert!

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