KUBA

HOTELS | VON DER EINZIGARTIGKEIT DES MELIÁ BUENAVISTA

Wer sich normalerweise auf Hotelsuche begibt, kennt das Problem mit der “Qual der Wahl”. Choice Overload. Da heißt es erstmal vergleichen, Bewertungen lesen und die Suchergebnisse langsam auf ein Minimum begrenzen. Und dann muss man sich immer noch entscheiden. Das Problem hat man nicht, wenn man nach Hotels auf Kuba sucht.

Befragt man hierzu die gängigen Suchmaschinen dieser Welt, so erhält man auf den ersten Blick zwar viele Vorschläge, auf den zweiten verflüchtigt sich dieser Eindruck allerdings schnell. Also, sofern man bestimmte Vorstellungen hat. Und wenn ich was habe, dann Vorstellungen!

Meine Ansprüche variieren hier nach Grund des Aufenthalts.

Suche ich ein Hotel nur der Übernachtung wegen, weil es in dem jeweiligen Ort die sinnvollste Möglichkeit ist, erwarte ich nicht viel. Sauber und günstig reicht mir in dem Fall. Ich will ja schließlich nicht im Hotelzimmer abhängen, sondern aktiv die Gegend erkunden.

Suche ich ein Hotel um es mir nach einer aktiven Reise wirklich gut gehen zu lassen und ein paar Tage die Füße hoch zu legen, dann muss es was Besonderes sein und ich bin durchaus bereit, Geld in die Hand zu nehmen.

Worauf ihr bei der Hotelsuche auf Kuba achten solltet, lest ihr am besten hier nach, aber jetzt zu diesem schönen Hotel, das, trotz einiger kleiner Abstriche, sein Geld absolut Wert ist : Das Meliá Buenavista auf dem Cayo Santa Maria.

Lage

Die Lage ist definitiv das Beeindruckendste an diesem Hotel. Das Meliá Buenavista liegt auf dem wunderschönen Cayo Santa Maria, gänzlich abgeschottet von anderen Resorts. Drei private Strände, die unterschiedlicher und schöner nicht sein könnten, setzen dem Ganzen die Krone auf.

Links der Sunset Beach: ein ruhiger und sehr flach abfallender Strand. Weniger zum Baden, mehr zum Relaxen geeignet.

In der Mitte dann die mittel-ruhige Variante. An dem vorgelagerten Korallenriff findet ihr Nemo ganz sicher. Falls ihr nach diesem Artikel vorhabt, dieses Hotel zu buchen, spart euch jegliche Schnorcheltrips und überfüllte Riffe.

Und dann gibt es den wilden, welligen, breiten und weitläufigen Karibikstrand, von dem man in wüsten Fernwehnächten träumt.

So ein kleines, exklusives Hotel in so einer Lage – auf Kuba definitiv einmalig!

Ausstattung

Mit insgesamt nur ca. 40 Zimmern besticht das Resort durch Intimität und schlichte Eleganz. All-Inkl-Bändchen? Fehlanzeige! Die stilvollen Suiten und Villen auf Pfahlkonstruktionen sind mit allem ausgestattet, was man erwarten darf. Die Zimmer sind mehr als geräumig, verfügen neben “Schlafbereich” über eine separate Sitzecke sowie eine eigene Terrasse oder Balkon mit Garten- oder Meerblick. Und alle Zimmer haben etwas, das ich ganz toll finde: eine Außendusche!

Es gibt zwei Außenpools, einen Tennisplatz, natürlich einen Spa Bereich, und zwei Strandbars.

Kostenloses WLAN gibt es aktuell nur in der Lobby sowie der Poolarea,  bald aber auch in den Zimmern.

Kulinarik

Das Resort verfügt über 3 À la Carte Restaurants. Ein Frühstück und Lunch Restaurant mit Vorspeisenbuffet sowie zwei Dinner Restaurants – hier unbedingt reservieren. Für den Snack zwischendurch gibt es an der Poolbar Pizza und Burger. Die Pizzen sind hausgemacht und ausgezeichnet! Das Essen bewegt sich insgesamt weit über dem kubanischen Durchschnitt, insgesamt fehlt allerdings noch der letzte Schliff. Ich glaube damit muss man sich auf Kuba einfach abfinden. Das Frühstück empfanden wir als wirkliche Enttäuschung. Wenn ich Pancakes bestelle, dann erwarte ich mir nicht unbedingt drei verkohlte Pfannkuchen mit nichts drauf?! Ihr merkt, von Korinthenkackertum ist keine Rede. Abends war es schon lecker aber eben nicht überragend. Dennoch bester Lobster, den wir auf Kuba hatten.

Man kann übrigens auch in allen anderen umliegenden Meliá Hotels speisen, sofern man das möchte. Wir waren einen Abend beim Japaner im Meliá Cayo Santa Maria – das Essen hatte bis auf das Sushi mit Japan aber wenig zu tun. Satt wird man auf jeden Fall, aber sehr hohe Erwartungen an die Kulinarik darf man auf Kuba eben auch in einem 5* Hotel nicht haben. Aber wenn man sich mit der Geschichte Kubas auseinander gesetzt hat, dürfte einen das auch nicht allzu sehr überraschen.

Service

Hm. Gesamteindruck super, lediglich die Frühstücksschicht hatte da so einige Schwierigkeiten. Hier fehlt es ehrlicherweise noch an Organisation und Struktur. In den Dinner-Restaurants dann deutlich organisierterer, aber ein bisschen unsicherer Service. Dafür punkten die Jungs an der Poolbar umso mehr! Sie sind sich für nichts zu schade und versorgen einen in einer persönlichen und sehr liebenswürdigen Art und Weise. Die bekommen volle Punktzahl mit Sternchen! Und das höchste Trinkgeld. Selbiges gilt für das Zimmerpersonal und alle anderen Bediensteten. Im Preis inbegriffen natürlich auch der – in dieser Kategorie übliche – Butlerservice.

Fit – und Wellness

Es gibt ein kleines Gym, einen Spa Bereich mit Whirpool und Sauna sowie dem gängigen Angebot an Massagen und Behandlungen. Darüber hinaus kann man auf dem Tennisplatz einen auf Boris Becker und Steffi Graf machen. Für das ultimative “Ohm-Feeling” gibt es auch täglich Morgenyoga, im Steghäuschen über dem Wasser, auf dem Sunset Beach.

Unterhaltung

Das Meliá Buenavista ist, Gott bewahre, kein Hotel mit Animation. Es wird sehr viel Wert auf Erholung und Ruhe gelegt. Dennoch gibt es Abends ab und an ein bisschen Programm. Einmal gab es eine Wassershow, die sogar ich super fand. Tagsüber hatten wir auch mal eine Rum- bzw. Weinverkostung am Pool. An Alkohol mangelt es hier auf jeden Fall nie.

Ihr könnt auch eine Mangroven-Tour mitmachen: Insiderwissen zur Vegetation sowie Wasserwelt von einem echten Kenner vermittelt. Und das alles gibt es für umsonst.

Fazit

Aufgrund der einmaligen Lage, der wunderschönen Umgebung und intimen Atmosphäre, würde ich mich jederzeit wieder für das Meliá Buenavista entscheiden. Man weiß nicht auf welchem der traumhaften Strände man zuerst liegen soll und kommt aus dem Staunen bis zum Schluss nicht mehr raus. Ja, beim Essen müssen kleine Abstriche gemacht werden, aber wie oben geschrieben, bewegen wir uns hier trotzdem über dem kubanischen Durchschnitt. Außerdem entschädigt die Lage in Kombination mit einigen Cocktails für alles und ich wäre ohne mit der Wimper zu zucken wieder bereit, knapp 300 € pro Nacht zu zahlen. Nachdem ich mich mit dem Hotelangebot auf Kuba sehr tiefgründig auseinandergesetzt habe, kann ich durchaus behaupten, das Meliá Buenavista ist mit seiner Lage und der außergewöhnlich schnuckligen Größe mit Abstand die Nummer Eins auf Kuba!

  

  

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.