KUBA

EINE PFLICHTLEKTÜRE FÜR KUBA

Es gibt so’n paar Dinge, die ihr vor der Landung auf Kuba unbedingt wissen solltet. Check them out. Oder seid später geschockt und aufgeschmissen… your choice… aber ich würd mir die nächsten Zeilen gründlich hinter die Ohren schreiben!

Überhaupt mal einreisen

Zwei essentielle Dokumente, ohne die nichts geht:

    1. Ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass (vorläufiger geht auch)
    2. Ein Touristenkarte für 30 Tage. Diese gibt es vom Reiseveranstalter – falls ihr so eure Reise bucht. Ansonsten auch in vielen Reisebüros oder direkt von der kubanischen Botschaft in Deutschland. Kostenpunkt: 22 EUR.
    3. Für “sicher ist sicher-Typen”: eine Auslandsreiseversicherung, nach der niemand fragt

 

Bares und das Ding mit den zwei Währungen

… solltet ihr unbedingt immer einstecken haben auf dieser Insel. Hier ist nichts mit “mit Karte bitte” und auf Deutsch schon gar nicht. Und mit Geldautomat an jeder Ecke ist auch nichts. Sogar in Havanna ist muss man hier schon mal länger laufen. Also tut euch das gar nicht erst an, sondern hebt immer genügend ab. Dann kann euch nichts mehr passieren, denn mit genug Knete kriegt ihr alles hin auf Kuba.

ACHTUNG: Kuba akzeptiert keine amerikanischen Geldinstitute, d.h. eure MasterCard könnt ihr schön zuhause lassen.

Damit ihr auch gleich gänzlich verwirrt seid: auf Kuba gibt es zwei Währungen, die sich nur durch einen kleinen Buchstaben unterscheiden: CUP ist die nationale Währung mit der ihr als Touristen kaum in Berührung kommen werdet. Dies ist praktisch die Einheimischen-Währung. Und dann gibt es noch den CUC: hiiiiier seid ihr zuhause! Das ist die Touristenwährung mit der ihr herumhantieren dürft. Das Umrechnen fällt relativ leicht, denn ein CUC ist quasi ein Euro.

Die Menschen aka der Kubaner an sich

… ist ist erster Linie ein sehr treuer und loyaler Mensch, würde ich mal behaupten. Er hält sich meist an die Regeln, sofern es keine Verkehrsregeln sind :). Die Kriminalitätsrate auf Kuba ist wirklich vernachlässigbar. Auf dem Land arbeitet er hart und ehrlich und ist mit großem Stolz ausgestattet. Das klingt sehr nach Sternzeichen-Beschreibung, aber was eigentlich der Punkt ist – nicht nur auf Kuba, sondern überall: wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Insgesamt fand ich die Menschen auf Kuba ganz besonders herzlich und fühlte mich ihnen sehr verbunden (hat man ja auf Reisen auch nicht immer…).

Von A  nach B oder Z kommen

Hach… es ist so eine Sache mit dem Transport auf Kuba. Das Motto „Alles kann, nichts muss“  ist hier viel länger Gang und Gebe als in deutschen Swingerclubs. Beruhigend ist, dass man immer irgendwie von A nach B kommt, es ist eher eine Frage des „wie“ und „für wie viel“. Folgende Transportmöglichkeiten stehen euch zur Verfügung:

Mietwagen: viele raten davon auf Kuba ab. Nachdem ich mir ein eigenes Bild gemacht habe, kann ich das nicht ganz verstehen. Schlaglöcher… ja, wenn man blind ist, kann es schon passieren, dass man hier und da in einem landet. Sonst eher nicht. Es ist bestimmt das bequemste Fortbewegungsmittel im Sinne von der Freiheit, die damit einhergeht, aber eben nicht das günstigste. Deutsche Preise baby.

Privates Taxi: bedeutet nur man selbst + Begleitung im Taxi. Kurze Strecken in den Städten – klar. Weite Strecken lassen sich die Taxifahrer aber gut kosten. Gerade wenn man sich auf den Cayos befindet, hat man oftmals keine Wahl, wenn man wieder runterkommen will. Damit ihr wisst, wovon ich rede: wir haben vom Cayo Santa Maria nach Varadero 170 CUC geblecht und glaubt mir, wir haben alles versucht. Für weniger rührt keiner den Schalter.

Taxi Collectivo: ein Taxi, das man sich mit anderen teilt. Kann also nicht so spontan organisiert werden und am späten Nachmittag kommt man hiermit auch nicht weit, weil die meisten logischerweise in der Früh weiterziehen. Je nach Größe des Wagens, kann das eine ganz schön unbequeme Quetschpartie werden oder ein kleiner Höllenritt, wenn das Auto auseinander zu brechen droht. Dennoch ist man hier deutlich schneller als mit dem Bus und das mit dem großen Vorteil, dass der Transport als “von Tür zu Tür” versteht.. Hier gelten immer Fixpreise, die selten verhandelbar sind. Varadero – Havanna: 20 CUC. Havanna-Vinales: 20 CUC. Vinales-Playa Larga: 35 CUC. Trinidad-Cayo Santa Maria: 30 CUC. Pro Nase, versteht sich.

Viazul: der beliebte Touri-Bus, der alle bekannten Spots anfährt. Definitiv die günstigste aller Alternativen, wenn auch längst nicht mehr so günstig wie es mal war, aber Zeit ist auch Geld, näh…. ACHTUNG: unbedingt 2-3 Tage im Voraus buchen, spontan wird das nichts. Geht auch online.

Per Anhalter: geht auf kurze Strecken super. Das Stadt-Land-Gefälle macht sich hier deutlich bemerkbar: auf dem Land wollen die Menschen meist kein Geld für diesen netten Service, in der Stadt sieht das anders aus. Freuen tut sich natürlich jeder, wenn man ein paar CUC übrig hat und anstandsmäßig gehört sich das ja auch…

Ihr habt die Qual der Wahl…

Die Sache mit den Casas

Casa Particulares. So nennt sich jedes Haus, das in irgendeiner Form mit einem blauen Anker gekennzeichnet ist. Die beliebteste Art von Unterkunft auf Kuba. Und definitiv die mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Wir haben die meisten Casas über airbnb vorab gebucht, dies ist aber wirklich kaum notwendig. Keine Casa zu finden – ausgeschlossen! Die Einheimischen geben sich hier wirklich größte Mühe, einem den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten. In den meisten Casas kann man sich auch voll verpflegen lassen. Frühstück kostet ca. 5 CUC, Abendessen 10 und die Qualität ist besser als in vielen Restaurants. Und das Schönste: man unterstützt Menschen!

Hotels auf Kuba

Im Voraus buchen

In einem Hotel auf Kuba zu übernachten, ist ein Privileg für Touristen. So sind viele Cayos (die vorgelagerten (Halb)-Inseln) für Kubaner Tabu – und das sind, neben Varadero, eben die Orte, an denen es sich sehr anbietet, die Füße hoch zu legen. Deshalb bucht unbedingt vor eurer Anreise, ansonsten könnte euch kostentechnisch eine böse Überraschung erwarten. Und wenn man erstmal auf so einem Cayo ist, dann ist man praktisch gezwungen da zu bleiben und richtig schön zu blechen. Tut euch also den Stress nicht an.

Alles-Inklusive und so

Ihr solltet wissen: in beinahe allen Strandresorts auf Kuba erwartet euch eine All-Inclusive-Verpflegung. Das bedeutet meist schlechte Buffets, überfüllte Teller, Gedrängle und Warteschlangen. Umso herausfordernder ist es, hier ein etwas exklusiveres Haus zu finden, wo einem genau das erspart bleibt. Ein Haus das sich hier einordnet ist das Meliá Buenavista auf dem Cayo Santa Maria.

Der Standard

Ein 5* Haus auf Kuba ist leider kein 5* Haus in Thailand. Dessen sollte sich jeder bewusst sein. Auch wenn alles andere stimmt, allein die Kulinarik kommt trotz ernsthafter Bemühungen nur schwer an 5* ran. Und auch wer 300 Euro die Nacht bezahlt, darf durchaus einige böse Vergehen in Punkto Service erwarten. Deshalb: Pingeligkeit am besten zuhause lassen.

Die Sache mit den Cayos

… habe ich bis heute nicht ganz verstanden. Dürfen Kubaner jetzt auf die Cayos oder nicht? Und warum nochmal? Da gehen die Meinungen seeeehr auseinander. Ich glaube, die Cubanos wissen es selber nicht. Fakt ist, dass die Cayos Touristengebiet sind. Hier gibt es keine Casa Particulares, man kann also nur in Hotels nächtigen. Und die Taxifahrer ganz schön zu, wenn es darum geht, Touristen auf und von den Cayos  zu transportieren. Mit dem Bus bzw. Taxi Collectivo kommt man gut auf die Cayos. So sind wir von Trinidad zum Cayo Santa Maria zu viert angereist (35 CUC pro Nase). Den Cayo verlassen konnten wir allerdings nur im privaten Taxi zu einem stolzen Preis von 170 CUC  (Cayo Santa Maria bis Varadero).

Kuba und die Kulinarik

Das kubanische Essen und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. So lautet mein knappes Fazit nachdem ich wirklich alles probiert habe. Auf dieses lasche Würzen und die meist sehr unaussagekräftigen Speisen komm ich Null klar. Schraubt eure Erwartungshaltung diesbezüglich also unbedingt runter. Oft sah es ganz toll aus und dann kam sie wieder, die Hoffnung, dass es diesmal nur gut schmecken kann. Und dann wieder: bamm, leider nein.

Mit Abstand am besten gegessen haben wir in Trinidad. Hier könnt ihr euch teilweise auf Warteschlangen einstellen, die ihr in Deutschland nur vom Nachtleben kennt. Aber wenn man sich die Beine in den Bauch stehen kann, um tanzen zu gehen, dann ist das auch für echt gutes Essen drin. Vor allem, wenn man lange keines hatte. Was natürlich herausragend ist, sind die Cocktails sowie frisch gemachte Säfte, die man fast schon als Mahlzeit bezeichnen kann. Ach ja… lasst euch ja in kein Restaurant schleifen: es kann sich nur um Abzocke handeln!

Tierchen und so

Hierzu eine schöne Nachricht: auf Kuba gibt es keine giftigen Tiere. Das heisst, ihr dürft gerne eure Nase überall reinstecken, nichts kann euch töten. Ich finde das beruhigt schon sehr. Ach… es gibt sehr viele Straßenhunde auf Kuba. Und sogar eine ganz eigene Krokodilgattung – allerdings eben in freier Wildbahn zu finden, weil… ihr wisst schon: ihr werdet Kuba auf jeden Fall überleben!

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