MÜNCHEN

FOODLOVE | MACARONS & TÖRTCHENTRÄUME….

Letztes Wochenende habe ich es nach 10 Jahren in dieser Stadt mal geschafft in einen Laden zu gehen, an dem ich bislang nur mit offenem Mund vorbei gelaufen bin. Entweder es waren zu viele Menschen drin – das kann, je nach Laune, eine sehr abschreckende Wirkung auf mich haben – oder man war schon woanders verabredet. Oder es war Nacht. Doch an diesem planlosen Samstag quetschen wir uns durch die Menge und fanden sogar heraus, dass MAELU nicht nur ein Macaron-to-go-Laden ist, sondern im oberen Stockwerk das zugehörige Café zu finden ist. An einem herrlichen Samstagnachmittag das Thema “Kaffee und Kuchen” anzupeilen, gestaltet sich in Großstädten generell schwer, insbesondere an beliebten Schauplätzen. Warum sollte dies also hier anders sein?

Dennoch erlangen wir schnell einen Platz und meine Beobachtungen ergeben, dass es den neu angekommenen Gästen ähnlich geht. Ich habe in Berlin mal 1,5 h angestanden, um in einem gehypten Hipstercafé zu frühstücken. Das mache ich a.) nie wieder und b.) wird euch das hier nicht passieren.

Aber eigentlich möchte ich in diesem Beitrag weniger Werbung für MAELU machen, als vielmehr meiner Faszination für französische Confisserie Ausdruck zu verleihen. Schon bei meinem ersten Paris Besuch ließen mich die kleinen, mit Liebe gemachten Dinger, sprachlos zurück. Da durfte ich auch Macarons zum ersten Mal probieren. Diese kleinen bunten Knöpfe, die so hart aussehen, dann aber bestenfalls im Munde zergehen.

Ursprünglich brachte Caterina de Medici die Macarons von Florenz nach Frankreich, allerdings damals noch als Kekse. Füllung? – Fehl am Platz. Erst im 19. Jahrhundert kam man in Frankreich darauf, die Macarons mit Konfitüre oder Buttercreme zu füllen. Die geschichtsträchtigsten Macarons findet ihr in der Pariser Bäckerei Ladurée, die die Dinger schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts anbietet. Und in München kriegt ihr die besten genau hier – für durchaus gerechtfertigte 2,40 € das Stück. Törtchen ab 6,50 €.  So viel Liebe zum Detail hat eben seinen Preis!

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