MEXIKO

DIE HOTSPOTS VON YUCATÁN

Nach Belize ging es in das Land der großen Sombreros, kleinen Menschen, des Tequila und der Drogenkriege: Mexico.

Auf dieser Reise konzentrierten wir uns voll und ganz auf die Yucatán Halbinsel, der Rest muss später erkundet werden. Um ganz Mexico in einer Reise zu erkunden, braucht man Wochen. Der einfachste und kürzeste Weg um von Belize nach Mexico zu gelangen, ist jener über Wasser. Von Caye Caulker nahmen wir uns ein Wassertaxi über San Pedro nach Chetumal, der Hauptstadt des Bundesstaates Quintana Roo. Die Grenzübergänge sind gut organisiert, alle Gepäckstücke werden von Drogenspürhunden durchsucht. Nochmal Glück gehabt. 😉 Ich will mir nicht ausmalen, wie sehr man sich ankackt, wenn man versucht hier was zu schmuggeln, wenn einem schon die Pumpe bei reinem Gewissen geht. Also, don‘t do it.
 

Wo hat es uns überall hinverschlagen?

 

La Laguna Bacalar

Wir lesen über Chetumal und entscheiden uns die Stadt links liegen zu lassen. Es wartet Sehenswerteres. Der See (Laguna) Bacalar zum Beispiel. Dieser liegt knapp 40 km nördlich von Chetumal. Mit dem Taxi brauchen wir eine knappe halbe Stunde. Generell sind die Busverbindugnen in Mexico super ausgebaut und mit einem ADO kommt man für einen Schnäppchenpreis fast überall hin. Wenn man aber keine Zeit verlieren möchte, und keine mega langen Strecken fährt, ist Taxi immer noch eine günstige Alternative.

Von Bacalar wissen wir dass es eben diesen See gibt und es dort sehr schön sein soll. Dass es SO schön sein würde, hat allerdings niemand erwartet. Das soll ein See sein? Ich kann keinen Unterschied zum karibischen Meer erkennen! Das Wasser zeigt sich in gefühlt 100 Farbtönen und wie wir später erfahren, wird der See auch  „Laguna de los 7 Colores” genannt. Ok, also doch nur 7. Aber die haben es echt in sich. Wir bereuen es spätestens bei der Erkundungstour unserer Unterkunft, hier nur eine Nacht und 2 Tage verbringen zu können. Über airbnb buchen wir nämlich folgendes schniecke “Resort” mit eigenem Steg, Hängematten drauf und einem tollen, eigens für uns zubereitetem Frühstück.

Der Bacalar See ist mit 55 km Länge bis zu 2 km Breite der zweitgrößte See Mexicos. Die kleine Stadt Bacalar erhielt in 2006 den Namen “Pueblo Mágico”, also magische Stadt. Das beschauliche Örtchen halt eigentlich alles was man braucht: einen Stadtpark, ein paar Cafés, Geldautomaten, Supermärkte und eine Apotheke. Tolle Restaurants findet man rund um die ganze Lagune. Uns hat es ganz besonders das La Playita angetan, wo wir in den 2 Tagen einen Abend und einen halben Nachmittag verbrachten. Alles, was wir dort aßen war wunderschön angerichtet und hat toll geschmeckt. Der Laden hat ne ziemlich geile Bar, die keine Wünsche offen lässt, ist gänzlich offen, wunderschön grün und verwildert durch die vielen Bäume und direkt am Seeufer gelegen. Ein weiteres, empfehlenswertes Restaurant ist das El Manati. Davon habe ich zwar erst später erfahren, werde aber definitiv das nächste Mal hingehen! Es gibt überhaupt tolle Restaurants und Unterkünfte in Bacalar und man kann hier so richtig abschalten. Ganz anders als Tulum oder Playa ist die gesamte Umgebung eine Ruheoase die ihres gleichen sucht. Wilde Parties sucht man hier vergebens, jucken einen aber auch so gar nicht hier. Man chillt lieber in seiner Hängematte und versucht die 7 Colores von einander zu unterscheiden. Oder man macht jegliche Art von Wassersport, die man auf Wasser eben machen kann.

Fazit: das ist der einzige Ort dieser 6 wöchigen Reise, an dem ich gerne länger geblieben wäre und an den ich somit wehmütig zurückdenken muss. Leider mussten wir aber weiter Richtung Playa, weil die Klimaretterin, vegane Ernährungsexpertin und Bergziege Mika G-Man ihre Spanischkenntnisse im Rahmen eines 2 wöchigen Kurses auffrischen musste. Wer bitte bleibt bei all der Schönheit, die Mexico bietet, 2 ganze Wochen in Playa??? Wir. Und es war geil. Wie geil, könnt ihr direkt hier lesen.
 

Tulum

Von Bacalar fahren regelmäßig Busse in alle Richungen. Wir nehmen den ADO zu unserem nächsten Ziel: Tulum.

Es erweist sich schwieriger als gedacht, hier eine Unterkunft zu finden, nachdem unser airbnb Host es sich anders überlegt hatte. Wir müssen eine Nacht für verhältnismäßig teures Geld im Hotel verbringen, ehe wir in unsere neue airbnb Unterkunft einziehen können, die allerdings auch 100€ die Nacht kostet. Die verdiente dann aber mindestens 5 Sterne. Bei Larry fühlen wir uns mehr als wohl. Ein eigenes Gartenhäuschen inkl. diesem wunderschönen Pool – nur für uns! Really? Haushälterin und frisch gemachte Betten täglich inklusive. Ich möchte bitte von Larry adoptiert werden.  Larry ist Kanadier und möchte dort nie wieder zurück, seit er Mexico für sich entdeckte. Und mit jedem Tag mehr in diesem Land, konnte ich ihn besser verstehen.

Aber zurück zum Thema. Was erwartet einen so in Tulum? Das habe ich für euch in einem dezidierten Tulum-Post zusammen gefasst.
 

Playa del Carmen

Von Tulum kommt man mehr als easy nach Playa, indem man auch hier wieder am besten den ADO nimmt. In schon 45 min erreicht man die zweitgrößte Stadt der Riviera Maya, die östlich der Schnellstraße Carretera 307 auf halber Strecke zwischen Cancún und Tulum liegt.

Das Internet lehrt uns, dass “Playa del Carmen als die Stadt mit dem höchsten Bevölkerungswachstum in Mexiko gilt. Noch 1970 lebten nur etwa 200 Menschen, zumeist Fischer, in der Stadt. Im Jahr 2005 ergab eine Volkszählung eine Einwohnerzahl von 100.383 Personen, 2010 waren es bereits beinahe 150.000.”

Und ich kann euch sagen: das Bauen geht weiter. Ich bin jetzt schon gespannt, wie Playa in 10 Jahren aussehen wird.

Playa ist so ein richtiger Touri-Ort, der auf Yucatan nur von Cancun übertroffen werden kann. Aber trotzdem oder gerade deshalb ist die Stadt sweet and sexy. Checkt hier warum.
 

Isla Holbox

Wenn ihr auf Yucatan mal was völlig anderes erleben wollt, dann fahrt ganz hoch in den Norden und nehmt die Fähre auf die Insel Holbox. Oder ihr kommt direkt über den Wasserweg – je nachdem von wo aus ihr startet. Die süße, kleine Miniinsel Holbox. Spricht man übrigens “Holbosch” aus, um euch Blamagen zu ersparen. Nachdem wir uns in Playa schon so heimisch fühlten, war es auch an der Zeit, dass zu tun, was andere Heimische an Wochenenden so taten – einen Ausflug. 122 km entfernt liegt das kleine Hafenstädchen Puerto del Chiquilá, von wo aus uns die Fähre binnen einer weiteren Stunde auf der Insel ausspuckte. Noch sehe ich keine traumhaften Strände, ganz im Gegenteil. Wie das plötzlich ganz anders wurde, könnt ihr hier nachlesen.
 

Isla Mujeres

Ich hatte das Glück und das Pech, einen ganzen Tag auf dieser Insel verbringen zu dürfen. Von derart weißen Stränden trennt man sich nur schwer. Von Mika auch. Die musste noch ihre Spanisch Prüfung absolvieren und ließ sich einfach nicht dazu überreden, den letzten Tag zu schwänzen und stattdessen lieber einen Tag eher nach Cancun zu reisen und diese wunderschöne Insel zu erkunden. Erst als ich mich drüber aufregte, fiel mir auf, dass wir gar nicht aneinander gekettet waren und ich ja theoretisch auch alles alleine machen konnte. Hach! Ich suchte eine Unterkunft, nahm Abends mal wieder den ADO – diesmal nach Cancun und ließ mich am nächsten Morgen auf die Insel kutschieren. Nur 15 Minuten sind es mit der Fähre von Cancun. Komisch, nach über 4 Wochen alleine unterwegs zu sein. Aber auch leider geil. Nicht umsonst schwärmen alle, die es gewagt haben, vom Reisen auf ganz eigene Faust. Wir legen an, und ich laufe, auf der Suche nach meinem persönlichen Traumstrand, einfach los. Kurze Zeit später, erreiche ich einen der schönsten Strände, an denen ich bislang gewesen bin.

Und was ich da alleine sonst so gemacht habe bzw. was ihr auf der Isla noch tun könnt, lest ihr hier.
 

Cancun

…diente uns nur als Mittel zum Zweck, um von hier aus weiter nach Miami zu fliegen. Ansonsten würde ich neben so vielen wunderschönen Fleckchen in Mexico einen großen Bogen um Cancun machen. Klar, gegen einen Tag dort ist nichts einzuwenden, und wenn man vor lauter kleinen Kuschelörtchen wieder Sehnsucht nach Stadtfeeling hat… aber Cancun ist sowas wie das Mallorca der Amis oder wahlweise Las Vegas in Klein. Man kann sich hier definitiv nen geilen Abend machen, fett shoppen gehen (wenn ihr ohne H&M und Zara nicht länger als ne Woche überleben könnt), lecker essen und gut feiern (wenn ihr Mainstream liebt), aber wer Mexico sehen will, ist hier falsch. Dennoch habe ich 2 Restaurant Empfehlungen. Einmal indisch im Elefanta und einmal Thai in der Thai Lounge. Beide liegen direkt am Wasser und sind ganz besonders eingerichtet. Gerade für ein romantisches Dinner zu zweit eignen sie sich fantastisch. Das Essen ist auch wirklich lecker, aber diese Restaurants bestechen durch die Location, Aussicht und das besondere Interieur.

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