GUATEMALA

UNTERWEGS AM LAGO ATITLÁN

Wie in “Einmal quer durch Guatemala” erwähnt, nahmen wir von Monterrico aus ein Taxi zum Lago Atitlán. Wir wollten uns die Rückreise nach Antigua sparen und hätten hier sonst einiges an Zeit verloren. Ansonsten nimmt man von Antigua aus einen Bus, oder, wenn man es ganz kuschelig mag, das Transportmittel der Einheimischen, den Chicken Bus.

4 Stunden später landen wir in Panajachel, kurz auch Pana genannt. Der größte Ort am See ist quasi das Einfallstor für alle Atitlán Touris und ein Verkehrsknotenpunkt. Von hier kommt man am einfachsten mit dem Bus weg und darüber hinaus legen von hier Boote in alle anderen Orte ab. Die logische Schlussfolgerung dessen: hier hat man auch die meisten Touristen am Lago Atitlán. Trotz dessen empfehle ich es schwer, keinen Bogen um Pana zu machen. Hier kann man es sich nämlich gut gehen lassen wie selten wo. Das Städtchen ist auf seine Weise wirklich einzigartig. Man ist in einem der touristischen Brennpunkte des Landes, es sieht auch vieles danach aus, aber trotzdem empfindet man es nicht so. Eigentlich ist es perfekt: ein authentischer guatemaltekischer Ort mit allen Annehmlichkeiten eines Touristenzentrums. Egal welches Budget ihr habt, hier findet jeder das passende Angebot.

What to do?

Man kann von hier wunderbar die Gegend erkunden, wandern gehen und darüber hinaus ist es ein absolutes Shoppingparadies. Ich habe fast jedes einzelne Souvenir in Pana gekauft. Handeln!

Setzt euch bestenfalls früh morgens oder am späten Nachmittag an den Hafen und guckt über den See. Ein solches Panorama findet man so schnell nicht wieder, vorausgesetzt es ist nicht bewölkt. Wer hier das falsche Wetter erwischt, stellt alle Lobeshymnen die diesen See betreffen, ganz schnell in Frage. Wir hatten dieses Wetter zeitweise und der See hatte plötzlich eher was von ekliger Plörre als dem magischen Blau. Zudem konnte man keinen der 3 umliegenden Vulkane sehen. Weg war die Magie plötzlich. Langweilig war uns trotzdem nicht!

Neben “einfach nur abchillen” kann man in Pana die tollsten Kaffeekreationen genießen. Zum Beispiel im Cafe Loco oder im Crossroads Cafe. Wenn man diese Kreationen schluckt, fragt man sich schnell was man so Kaffee technisch bislang so für Rotz zu sich genommen hat. Frühstücken bzw. snacken kann man in diesem wunderbaren kleinen Café in das ich mich sofort verliebt habe: Deli Jasmin.

   

Dieser ganze Lob auf Tripadvisor kommt nicht von ungefähr, ich hätte am liebsten Stunden in diesem Deli verbracht. Mitten auf der Hauptmeile gelegen, kann man von hier aus wunderbar das Treiben beobachten und sich durch die mehr als ansprechende Karte fressen. Dies kann man Abends dann im Guajimbo’s fortsetzen. Mir läuft schon wieder das Wasser im Munde zusammen.

Wenn ihr genug von Pana habt, könnt ihr per Boot die Nachbarorte erkunden. Die Boote gehen regelmäßig und kosten nicht viel. In Panajachel gibt es zwei Häfen. Man nimmt einfach den nächsten, weil es wirklich egal ist. Fährt nach San Marcos La Laguna und verbringt ein paar Stunden an diesem zuckersüßen Fleckchen Erde. Geht dort unbedingt ins Il Giardino und chillt euer Leben bei gesunden, wunderschön angerichteten Speisen. Ich wünschte, sowas geb’s um die Ecke!

In San Pedro sollte man auch vorbei geschaut haben, allerdings fanden wir San Marcos ungefähr 1000000 Mal schöner. San Pedro ist einfach das 4fache davon und ungefähr der krasseste Hippie Ort den ich je gesehen habe. War mir persönlich too much, aber wer’s mag…

Und in Santiago Atitlán hat man dann die völle Dröhnung Tourismus. Dennoch ist es super schön, durch die Gässchen zu spazieren und People Watching zu betreiben. Man kann sich die Kathedrale ansehen und über den Obst- und Gemüsemarkt schlendern. Ich liebe diese Märkte und es gehört für mich dazu, egal in welchem Land ich unterwegs bin.

Ach ja: Fortbewegt wird sich hier überall in diesen Tuk Tuk-artigen Fahrgestellen. Kosten nicht viel und bringen einen inklusive Fahrtwind mehr oder minder safe von A nach B. 😉

Wenn ich die Reise so reflektiere, war der Lago Atitlán trotz Pech mit dem Wetter wirklich ein ganz besonderes Fleckchen und in so einer Unterkunft mit Blick auf den See lässt es sich wirklich länger aushalten.

   

   

   

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