GUATEMALA

2COOL4SCHOOL IM BOHEMIAN PARADISE ANTIGUA

In meinem Post “Einmal quer durch Guatemala” habt ihr ja schon erste Infos zu Antigua erhaschen können. Nur 45 Min von Guatemala City entfernt, befindet sich die im Hochland gelegene Kolonialstadt, die zum Weltkulturerbe gehört. Das Stadtbild zeichnen unzählige bunte Häuser, seeeehr viel Kopfsteinpflaster, viele Restaurants, Kirchen und Kunstgalerien. Kunst ist überhaupt allgegenwärtig in Antigua, schließlich war die Stadt 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. An jeder Ecke kann man Bauten aus dieser Zeit bewundern.

Wir hatten das besondere Glück, während der Semana Santa in der Stadt zu sein, der sogenannten Karwoche. Diese beginnt Palmsonntag und endet Ostersonntag. Unfassbar, was hier für ein Aufwand betrieben wird und welche Stimmung hier an diesen heiligen Tagen herrscht. Alle Bewohner arbeiten gemeinsam an der Entstehung dieses Events: die Straßen sind besät von riesigen, aus Blüten “gemalte” Bildern, vielen Ständen, die Allerlei verkaufen, von ganz vielen Menschen und Musik darf natürlich auch nicht fehlen.

     

Aber auch an normalen Tagen kann man sich in Antigua wunderbar treiben lassen. Viele tolle Cafés laden zum Verweilen ein. Einige davon bestechen durch wunderschöne, wilde, Innenhöfe, wo man  stundenlang abhängen kann.

Kulinarisch gesehen ist Antigua ein Paradies. Alleine um die ganzen tollen Restaurants auszuprobieren, sollte man hier länger verweilen. Französische Küche hat hier einen besonders festen Platz, serviert in vielen Bistros. Besonders schön fand ich das Bistro Cinq, sowohl was das Ambiente als auch die Qualität des Essens angeht.

     

Auch die Hipster unter uns kommen in Antigua voll auf ihre Kosten. Smoothie hier, veganer Schnickschnack da – hungrig bleibt hier also schon mal keiner. Streetfood-mäßig kann man es hier auch gut krachen lassen und sich von Stand zu Stand durchfüttern.

Da Guatemala ja auch das Land der Schokolade und des Kaffees ist, muss hier auch viel genascht werden. Im “Choco Museo” kann man ein bisschen in der Geschichte herumwuseln und viele tolle Mitbringsel ergattern. Ich habe dort zum Beispiel den Kakao-Tee gekauft, an dem ich mich heute noch erfreue und sowas findet man ja wirklich nicht überall. Ich muss gestehen, in Antigua ein bisschen dem Konsumwahn verfallen worden zu sein. Unzählige Designershops locken einem den letzten Cent aus der Tasche, wenn man nicht aufpasst. Gut passieren kann einem das bei Stela 9. Der kleine Shop wird betrieben von der Amerikanerin Jess, die in Guatemala ihre neue Heimat gefunden hat. Allein der Ort ist wunderhübsch und es lohnt sich, vorbei zu schauen. Alles, was Jess dort anbietet, wurde unter fairen Bedingungen in Guatemala angefertigt. Wer den Bohemian Look sucht, könnte hier nicht richtiger sein! Aber auch wer eine Unterkunft in Antigua sucht, kann sich über airbnb bei Jess niederlassen, sollte aber frühzeitig buchen!

     

     

Alles scheint in Antigua den Duft des Besonderen, Einzigartigen zu tragen und man meint, man müsse all diese hübschen Dinge besitzen. Die Geldbörse sollte hier aber ohnehin etwas lockerer sitzen, denn Antigua ist alles andere als günstig. Stellt euch auf deutsche Preise ein. Weniger Gelsenkirchen, mehr München. Aber ich kann guten Gewissens behaupten, dass sich jeder Cent gelohnt hat. Etwas, was Antigua zusätzlich zum mega attraktiven Reiseziel macht, sind die umliegenden Vulkane. Insgesamt 33 Vulkane findet man in Guatemala, 3 davon um Antigua. Der Vulkan “Agua” ist aus dem Stadtzentrum sichtbar, beispielsweise bei einem Erfrischungsgetränk in der Sky Bar kann man sich an seinem Anblick ergötzen. Sofern er sich nicht, wie hier, unter einer dicken Wolkenschicht versteckt.

Die beiden anderen heißen Fuego (aktiv) und Acatenango (nicht aktiv). In Antigua kann man alle möglichen Touren buchen. Massig beworben wird auch der Pacaya, der südlich von Guatemala Stadt liegt und mit einem einfachen Aufstieg verbunden ist (1,5 Stunden hoch). Als Kurzausflug ganz nett…wer allerdings hart im nehmen und Bock auf das Besondere hat, der besteigt den über 3976 m hohen Acatenango, um von dort aus auf den aktiven Fuego zu blicken. Und übernachtet im Zelt. Auf was ihr euch genau einstellen müsst, könnt ihr genau hier nachlesen.

Die bunten Farben, schon allein in der Kleidung der Menschen, insbesondere die der Frauen lassen wie im ganzen Land, so auch in Antigua, niemals Langeweile aufkommen! Die Stadt strahlt Kunst und Liebe für’s Details aus und beim nächsten Mal würde ich mindestens noch einen Tag länger bleiben.

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